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Besonderer Dank geht an das Ballett Dortmund für die Bereitstellung unseres Kampagnenfotos.

Offizielle Stellungsnahme des Ensembles Staatsballett Berlin zum abrupten Führungswechsel

22.01.2020 | Der Ensemblevorstand hat dancersconnect gebeten das Schreiben mit Kolleg*innen in Deutschland und im Ausland zu teilen

"Die heutige Mitteilung über den Rücktritt von Herrn Öhman und Frau Waltz hat in unserem Ensemble für Empörung gesorgt. Mehr noch sind wir enttäuscht, dass wieder einmal wir Tänzerinnen und Tänzer die Leidtragenden dürftigen Kulturmanagements sind. 

Obwohl wir damals gegen die Ankündigung der Co-Direktion von Herrn Öhman und Frau Waltz protestierten, bat uns Herr Senator Lederer dem Duo eine Chance zu geben. Etliche Tänzerinnen und Tänzer zogen in den vergangenen zwei Jahren unter persönlichem Aufwand nach Berlin.

Als Herr Öhman und Frau Waltz vor sechs Monaten ihre Position antraten, stellten sie dem Ensemble ihren Dreijahresplan mit dem Ziel vor, das Staatsballett Berlin an die Spitze des europäischen Tanzes zu führenDie heutige Ankündigung offenbart nun die Oberflächlichkeit dieser Pläne und unterläuft den Einsatz des Ensembles, sich den fordernden Umstellungen gestellt zu haben.

Ebenso ist unser Vertrauen in die Fähigkeit der Landesregierung erschüttert, unsere Institution wohl überlegt in die Hände einer ehrlich engagierten Ballettdirektion zu geben.

Wir können nicht genug betonen, welch katastrophale Folgen derartige, politische Prozesse für die Tänzerinnen und Tänzer haben, beruflich als auch persönlich. Für eine aktive Bühnenkarriere sind uns durchschnittlich fünfzehn bis zwanzig Jahre gegeben. Angesichts dessen ist jedes Jahr der künstlerischen und damit beruflichen Ungewissheit gravierend.

Verstärkt durch den prekären Tarifvertrag unter ständiger Befristung der Arbeitsverhältnisse ist es uns Tänzerinnen und Tänzern kaum möglich, berufliches und privates Leben zu planen.

Seit 2014 ist das Land Berlin außer Stande, dem Staatsballett und seinem Publikum die verdiente Kontinuität und künstlerische Perspektive zu garantieren.

Uns stellt sich die Frage, warum wir bis in die Mitte der nächsten Spielzeit mit einer künstlerischen Leitung weiter zusammenarbeiten sollten, die uns ohnehin kurzfristig verlassen will. Das wird zu einer weiteren chaotischen und von Umstellung geprägten Spielzeit führen, was durch eine rechtzeitigere Trennung von Herrn Öhman und Frau Waltz leicht vermieden werden könnte.

Wir fordern nachdrücklich, dass Herr Senator Lederer sein Versprechen einhält, uns in die Entscheidungsfindung über die nächste künstlerische Leitung einzubinden. Wir verlangen, dass Vertreterinnen und Vertreter der Tänzerschaft an der Findungskommission als aktive Mitglieder mit Stimmrecht von Anfang an beteiligt werden."

Ensemblevorstand Staatsballett Berlin am 22.01.2020

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Ein Meilenstein für unser Netzwerk

4. Bundesweite Dancersconnect Konferenz - Open Call Edition

Die 4. Bundesweite Konferenz war ein Meilenstein für unser Netzwerk und hat uns vor Augen geführt, wie sehr wir inzwischen gewachsen sind und wie viel bereits erreicht wurde. Sie hat uns bestärkt, mit Blick auf das kommende Jahr 2020 mit aller Kraft weiterzumachen!

Am 14. Oktober 2019 reisten Tänzer*innen fester Ensembles, der freien Szene und einige Kolleg*innen aus Belgien nach Dortmund, um sich mit fast 100 Teilnehmer*innen an diesem wichtigen Tag für unsere Tanz-Community zusammenzufinden. Der Bürgermeister von Dortmund eröffnete die Konferenz und fünf eingeladene Expert*innen boten Open Space Workshops in den Feldern Psychologie, Ensemblekultur, Tanzmedizin, sexueller Gewalt sowie darüber an, wie wir für uns Standards setzen und diese mit unserer künstlerischen Leidenschaft vereinbaren können. Der Tag endete mit einer Podiumsdiskussion zwischen Vertreter*innen von dancersconnect, der Kulturpolitik, dem Bühnenverein und der Direktor*innen-Vereinigung BBTK. Hier das ganze Programm zum Nachlesen...

Ergebnisse des Tages:

  • In den neuen Bundesweiten Tanzvorstand wählten die Teilnehmer*innen 7 Mitglieder; einige von ihnen werden ihre Arbeit der letzten zwei Jahre weiterführen, einige werden dem Team neu beitreten und der Arbeit neue Impulse geben.
  • Die gewerkschaftliche Organisation von Tänzer*innen ist für eine Stärkung und Weiterentwicklung der Tanzkunst weiterhin an oberster Stelle unserer Agenda. Dancersconnect wird sich weiterhin dafür einsetzen und eine Kampagne starten, im neuen Jahr 2020 mindestens 50% der Tänzer*innen in Deutschland in der Gewerkschaft zu versammeln.
  • Wir haben unser „health team“ ins Leben gerufen, das mit seiner Arbeit mehr Informationen rund um die Gesundheit von Tänzer*innen sammeln und verschiedene Expert*innen zusammenbringen möchte, um unsere Gesundheitsversorgung deutschlandweit zu verbessern. In Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland hielten wir am 2.12.2019 in Berlin den ersten Runden Tisch Tanzmedizin ab.
  • Wir möchten eine Online Sharing Plattform initiieren, auf der Dokumente und Artikel hochgeladen werden können, um einen umfangreichen und einfach zugänglichen Informationspool zu schaffen.